Eisvogel 2015

Nachdem jetzt endlich das Frühjahr in großen Schritten kommt, werden wir in den nächsten Tagen unseren Ansitz wieder aufbauen, und am Ansitz das eine oder andere Verbessern. Klaus und meiner einer, hoffen natürlich das wir die Balz von den Eisvögel in den nächsten Wochen verfolgen können, die ja sehr interessant ist und uns eigentlich noch fehlt.

Eisvogel 2014

_DSC73421 Eisvogelweibchen (erkannbar an den unteren roten Schnabel)

 

Mitte Juni 2014 machten wir (mein Fotofreund Klaus Rüpplein und meiner einer) bei einer kleinen Tour auf Libellen die Entdeckung eines Eisvogels. Libellen waren ab diesem Zeitpunkt dann völlig out und die Konzentration lag in den letzten Wochen voll und ganz auf diesem einzigartigen Vogel. An dieser Stelle auch ein ganz dickes Dankeschön an unsere Frauen Gerda und Gerlinde, die uns beide die Zeit und Geduld für diesen herrlichen Vogel gegeben haben.

In den ersten Tagen unseres Versuchs ihn zu erwischen waren wir ca. 80 Meter davon entfernt, und dabei haben wir sehr schnell gemerkt, dass auf diese Entfernung eine Brennweite von über 400 mm nicht ausreichend ist und uns bis dahin die Gewohnheiten vom Eisvogel völlig unbekannt waren. Nach zahlreichen Infos aus dem Internet stellten wir uns dann alles zusammen: angefangen mit Erkenntnissen, wie er sich im Laufe des Tages verhält, über seine Nahrungsaufnahme bis dahin, wann er am meisten aktiv ist und haben uns natürlich auch über Tarnmöglichkeiten schlau gemacht. So ging es los…

Nach Anschaffung eines Tarnzeltes, das zwingend erforderlich ist, um den Eisvogel auf eine sinnvolle Entfernung zu fotografieren, gehört für uns auch sein Ton dazu, der sehr wichtig ist. Denn so können wir feststellen ob er sich in unserem Umkreis aufhält und die Kamera in die richtige Position gebracht werden muss. Sein „tiep….tiep….tiep…“ klingt wie die Stimme des Neuntöters. Jedes mal wenn wir den Ton hören, läuft es uns schon eiskalt den Rücken im Zelt runter und die Hände sind nass vor Aufregung. Kommt er oder kommt er nicht….

Der Eisvogel ist sehr, sehr scheu!!! Er meidet Menschen und Vögel wie der Teufel das Weihwasser und wird man vom Eisi entdeckt ist er ratz fatz wieder weg. Seinen Artgenossen gegenüber ist er ebenfalls sehr abgeneigt und wird sich nie an einen Bach oder Weiher setzen, an dem andere Vögel auch anwesend sind. Beim Anflug fliegt er sehr dicht neben dem Schilf und nimmt dieses gleichzeitig bei Gefahr als Deckung bzw. Versteck.

Seine natürlichen Feinde sind Bisamratten, Hechte und Waller, die ihn bei seiner Nahrungssuche schon beim Eintauchen ins Wasser sehr gefährlich werden können. Einige sagen noch, dass Greifvögel auch zu seinen Feinden gehören, aber das bezweifle ich mal jetzt, da dieser kleine Vogel so schnell ist, dass jeder Greifvogel daran scheitern würde.

Mit diesen ganzen Informationen ging es los mit Tarnzelt und Kamera im Gepäck zu unserem Eisi. Nach über 10 Stunden Ansitz waren wir dann endlich mal erfolgreich für ganze 10 Sekunden!!!! Ja genau, Ihr habt richtig gelesen!!! Nach dieser kurzen Zeit war er schon wieder weg, aber an das Aufgeben haben wir nie gedacht und stellten seit gestern fest, dass er sich so langsam an uns gewöhnt hat. Außerdem stellten wir gestern auch fest, dass es eine ganze Eisvogelfamilie mit drei Jungvögeln ist, die mittlerweile im Schilf sitzen und auf ihren ersten Familienausflug warten. Wir hoffen dann natürlich auch die ganze Eisi-Bande in den nächsten Tagen zu erwischen.

Noch etwas…. der Eisvogel ist geschützt, und wir werden ihn respektieren, so wie er uns respektiert. Daher werden wir uns auch nach den all den Recherchen so verhalten, dass er möglichst nicht gestört wird und werden sein Gebiet schützen. Es macht keinen Sinn eine Anfrage zu starten wo man ihn finden kann, denn diese werden NICHT beantwortet.

Der Eisvogel-Blog wird über unsere weiteren Erkenntnisse ständig aktualisiert. Fotos vom Eisi gibt es auf unserer Homepage in der Galerie.

Jürgen Wachtler & Klaus Rüpplein

 

_DSC7976g Eisvogel

14.08.2014

Der gestrige Tag war ein richtiger Eisvogeltag, denn bei Sturm und Regen waren die jungen endlich mal da. Scheu sind diese noch nicht so sehr wie die beiden Eltern, aber die Ausbeute an Bilder war nicht gerade der Hit. ISO zwischen 800 und 1000, dabei Belichtungszeiten von 1/80 – 1/125 machten viele unserer Fotos von der Qualität her so schlecht, dass diese in die Ablage rund wandern. Wir hoffen nun auf mal auf etwas besseres Wetter, so dass wir in den nächsten Tagen die ganze Familie erwischen. Fast hätte es ja gestern geklappt…

 _DSC7574 junger Eisvogel

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16.08.2014

Gestern war es wieder mal soweit, das wir gegen 14.00 Uhr bei unserem Ansitz waren. Als erstes das Tarnzelt verstellt, so dass wir auf sieben Meter Entfernung von seinem Platz entfernt sind. Alles verstellt, rein ins Tarnzelt und Stühle sowie Stativ aufgestellt und die Lucke geöffnet, waren innerhalb von zwei Minuten beide Eisvögel da. Was für ein Schrecken (…), denn die Kamera und Objektiv waren noch nicht einmal eingestellt auf ISO, Brennweite und Schärfe. Aber unsere beiden Eisis die uns seit ein paar Tagen voll akzeptieren haben sich erstmal auf dem Ast gemütlich gemacht, und so hatten wir die eine oder andere wertvolle Sekunde doch noch um gute Fotos zu machen.

Was wir immer noch vermissen ist das Männchen mit den anderen Jungvögeln. In den letzten Tagen ist uns nur Weibchen mit einem Jungvogel begegnet. Da Eisvögel sehr sozial eingestellt sind, ist dies schon sehr seltsam. Das Männchen ist bei den Eisvögeln in die Brut und Aufzucht mit integriert, und übernimmt in einer zweiten Röhre die nachfolgende Brut, die je aus sechs Eiern bzw. junge Eisvögel besteht. Die erste Brut fliegt im Juli aus, und einen Monat später wird die zweite Brut flügge. Nachdem ich aber vor einer Woche drei junge auf einen Ast endeckt habe, beseht nur noch die Möglichkeit das sie nur einzeln ausfliegen, und das Männchen mit den anderen Jungvögeln sich an einer anderen Ecke niedergelassen hat. Die Möglichkeit dazu hat er ja die umliegenden Gewässer zu nutzen.

Wir sind ja schon gespannt was uns in den nächsten Tagen erwartet.

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16.08.2014

Hier ein paar Fotos von unserem Tarnzelt, dass für Eisvögel ein absolutes MUSS ist. Ohne Tarnzelt geht absolut nichts, da der Eisvogel wie schon geschrieben sehr sehr scheu ist gegenüber den Menschen und anderen Vögeln.

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Aufnahmen innen im Tarnzelt

30.08.2014

Seit knapp zwei Wochen haben wir eine neue Location, die noch besser ist als die letzte. Eisvogelgarantie liegt bei vollen 100% egal zu welcher Tageszeit. Die Minuten kann man mitzählen, bis einer der drei Eisis auftaucht.

Mittlerweile sind wir uns sehr sicher, dass hier eine ganze Eivogelfamilie vor Ort ist. Angefangen von zwei Altvögel, und ein Jungvogel. Außerdem sind die beiden Altvögel noch damit beschäftigt für die Nahrungsbeschaffung. Das heißt, es gibt noch ein Nest mit jungen Eisvögeln, die normalerweise schon längst ausgeflogen sein sollten. Warum??? die alten kommen angeflogen, fischen und nehmen den lebendigen Fisch mit ohne ihn am Ast durch schlagen zu töten. Das sagt schon sehr viel aus, dass es noch Jungvögel gibt.

Da wir alle drei schon kennen, haben wir ihnen Namen gegeben. Eisimutter ist die Lisel, Eisidaddy ist der Schorschi, und der Jungvogel heißt Michel :). Der Jungvogel ist erkennbar an seinen fast schwarzen Füßen und komplett schwarze Schnabelspitze. Beim Schorschi schaut diese schon etwas rampuniert aus, da die Schnabelspitze hell ist das vom putzen bzw. ständigen bearbeiten von der Bruthöhle kommt.

Aktiv sind sie um die Mittagszeit herum, und dann noch einmal am späten Nachmittag bis max. 18.00 Uhr, und danach ist entgültig Ruhe. In dieser Zeit herrscht Hochbetrieb, denn sie müssen erstmal für die Jungen sorgen, und dann auch noch sich selbst ernähren. Eigentlich dachten wir das pro Eisvogel ein, max. zwei Fische ausreichen sollten, aber dem ist nicht so. Die legen richtig zu mit drei bis vier Fische, was wir bis vor einigen Tagen nicht glaubten, dass ein so kleiner Vogel diese Menge verschlingen kann.

Das Tarnzelt steht ca. 5 Meter von ihren Stammplatz entfernt, und wenn wir mal rausgehen, sind sie nach max. 10 Minuten wieder da. Hier sind wir uns auch schon sehr sicher, dass unsere Anwesendheit die Eisis nicht mehr stört.

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31.08.2014

In den letzten Tagen haben wir immer wieder Anfragen erhalten „wo die Eisvögel sich aufhalten, bzw. die Örtlichkeit“. Wir werden den Ort und Lage nicht sagen wie schon oben geschrieben.

22.09.2014

Die Eisvogelzeit geht so langsam dem Ende zu, denn in den letzten Wochen war fast kein Eisi mehr da. Nur sporadisch um sich mal einen Fisch zu holen, oder mal kurz eine Pause eingelegt auf dem Ast. Das ist auch normal, denn die Weiher werden seit einigen Wochen alle abgelassen, und da gehen viele kleine Fische in Bäche über wo sie wieder an einem großen Bach ankommen. Das klare Wasser und die natürliche Umgebung ist für die Eisi willkommen. Außerdem bereiten sie sich hier schon mal für die harte Winterzeit vor. Denn fießende Gewässer sind ja meistens nicht zugefroren. Passiert dies, dann ist die Nahrungsaufnahme nicht mehr gewährleistet, und viele Eisis verhungern. Wir werden aber die nächsten zwei-drei Wochen noch einmal ausnützen, und weiterhin alles beobachten. Es war auf alle Fälle für uns der Sommerhit mit den Eisis, und freuen uns schon auf das Frühjahr wenn die Paarungszeit beginnt.

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28.09.2014

Ich musste doch noch einmal schauen was die Eisis so treiben, um mehr über die Vögel zu erfahren, und war dann um die Mittagszeit bei unserem Ansitz. Eigentlich dachte ich das im abgelassenen Weiher sich ein paar junge Fische befinden, und man dort einen neuen Ansitzplatz aufbauen kann, aber leider schwimmt da drinen nichts herum. Die Eisis sind nach wie vor da, melden sich mit ihren „tiep—tiep—tiep“ und fliegen vom Ansitz vorbei. Die Nahrungsaufnahme findet wie schon gesagt in den Bächen statt, aber irgendwo müssen sie doch sein dachte ich mir. Außerdem ist die Bruthöhle auch im Winter ihr Zuhause, da sich Eisvögel nicht auf Ästen oder Büschen niederlassen in der Nacht bewohnen sie hier ihre Bruthöhle. Nach einer Stunde bin ich aus dem Tarnzelt raus, und dachte mir „jetzt muss du mal schauen wo die hin und her fliegen. Und siehe da, genau die Ecke wo Klaus und meiner einer schon seit langer Zeit überlegt haben, fliegen sie hin und sind weg. Bis vor ein paar Wochen war dort am Hand noch Schilf gestanden, dass jetzt nach und nach dünn wird haben die Eisis ihr Zuhause. Bestens von Außen geschützt und direkt am Wasser, fast senkrecht und sechs bis acht Meter hoch. Auf alle Fälle sind wir jetzt schon mal einen ganz großen Schritt weitergekommen für die nächsten Monate, denn das eigentlich Highlight steht noch aus. Erstens wie der Eisvogel ins Wasser taucht um sich Fische zu fangen, und dann noch die Paarungszeit die wir dieses Jahr noch nicht mitbekommen haben. Wir werden daher in den nächsten Tagen das Tarnzelt versetzen, und am Gewässer zusätzlich einen Ast einsetzen damit wir ihn weiterhin beobachten können für die nächsten Monate, und vor allem wenn die Paarungszeit im Frühjahr beginnt.

Für die Eisis hat dies natürlich auch einen Vorteil, da ein strenger Winter für die Vögel tödlich sein kann, und seine Nahrungsaufnahme im Wasser nicht mehr gewährleistet ist, werden wir versuchen wenn es soweit kommt das Eis am Gewässer in einer kleinen Fläche offen zu halten. Es reicht da ein kleines Loch mit ca. 20 cm Durchmesser voll und ganz aus, da der Eisvogel unter Wasser eine sehr gute Orientierung hat, und wenn es wirklich mal so kalt werden sollte das wir es nicht mehr offen halten können, dann werden wir ihn einen Eimer mit kleinen Fischen hinstellen.

Hier noch ein paar Infos zu seinen Gewohnheiten:

Eisvögel sind morgens erstmal mit sich selbst beschäftigt. Das heißt putzen, im Bach oder Weiher ein Bad nehmen und die Bruthöhle reinigen. Eisvögel sind sehr sozial eingestellt. Es gibt im Jahr zwei Bruten, die von beiden Eisis betreut wird. Die Höhle ist ca. 60-80 cm lang und hat zwei Gänge, wo sich jeweils immer ein Eisvogel aufhält. Durch ihr ausgeprägtes soziales bleiben Eisvögel fast ihr Leben lang zusammen. Ihre Lebenserwartung leigt bei ca. 3-5 Jahren. Direktes Sonnenlicht meiden sie, da sie sonst sehr schnell erkannt werden. Es gibt zwei Bruten im Jahr mit jeweils 4-6 Eiern, dass von beiden Eisi übernommen wird. Die ersten Jungvögel verlassen im Juli die Röhre, die zweite Brut im August. Von den Jungvögeln überleben leider nur max. vier junge Eisis.

Wir werden natürlich die Recherchen werden natürlich weiterhin aktulisiert, und die Fotos von den Eisis könnt Ihr unter www.juergen-wachtler.de und www.klaus-ruepplein.de betrachten.

05.11.2014

Da in den vegangenen Wochen das Licht nicht mehr ideal war für die Eisvogelfotografie, waren wir nur noch sporadisch in unserem Zelt, und beobachten die ganze Szene. ach wie vor sind sie noch da, freen sich den Hals voll mit kleinen Fischen, und bereiten sich anscheinend für den Winter vor. Letzten Samstag konnten wir beobachten wie einer der zwei jungen Eisis mehrmals sich einen Fisch geholt hat innerhalb weniger Minuten, und wie er sein Gewölle ausspuckt, dass aussieht wie ein Zuckerkristall und nach unserer Schätzung einen Durchmesser hat von ca. 10mm. In den Gewölle befinden sich die Reste von den Fischen, die er nicht durch seinen Kot ausscheidet. Manchmal kommt auch das Gewölle in flüssiger Form raus, dass man meinen könnte er spuckt. Wir freuen uns jedenfalls schon heute auf einen weißen Winter.

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Bis dahin wünschen wir Euch eine schöne Zeit

Jürgen Wachtler & Klaus Rüpplein

Winke Winke vom Sommermärchen 2014

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Tschüss Facebook

Nach langen überlegen hab ich mich entgültig entschlossen facebook zu verlassen. Warum??? ganz einfach (…) die Zeit und vor allem die Datenflut die weitergegeben wird geht mir gegen den Strich. Sich mit anderen Leuten auszutauschen braucht man kein facebook im realen Leben. Egal wie es einen geht, der gefällt mir Button wird auch dann
gedrückt wenn man im Krankenhaus liegt oder sonst noch eine Krankeheit etc. hat. Für mich ein no go, denn wen kann es schon gefallen wenn man krank ist. Vielleicht seinen Todfeind, und den hat man mit Sicherheit nicht bei Facebook in seinem Freundeskreis. Fotos zu zeigen macht die Sache facebook auch nicht gerade zum hit, denn die Komprimierung ist so stark, dass es keinen Spaß macht.

Nikon D800

Nach langen hin und her hab ich mich vor ein paar Monaten entschieden das Kameramodell zu wechseln. Also musste erstmal die D300 weg und auch die D700. Was dann folgte war dann die D800. Ein ganz feines Teil, dass einen fordert und vor allem überlegt man sich es zweimal ob man bei einer Nettodateigröße von 75MB in RAW auf den Auslöser drückt oder nicht.

Bei den ersten Bildern war ich positiv überrascht, denn die Details die auf den einzelnen Fotos sichtbar sind, kannte ich bis dato nicht von der D300 und D700. Man kann auch diese beiden Kameras nicht mit der D800 vergleichen.

Meine ersten Erkenntnisse sind, die D800 mag definitiv nur gute Objektive, und alles was über eine Blende von F13 hinaus geht bekommt ihr nicht so gut. Hier sind dann schon Randabdunkelungen sichtbar.

Von meinen Objektivpark her machen die Objektive: Nikon 50/1.8, Tamron 28-75/2.8, Nikon 70-200/2.8 VRII, Tamron 90/2.8 und das 150-500/5.6 sehr gute Aufnahmen von Farben und Schärfe. Das Sigma 12-24/4.6 (alte Version) hängt etwas hinterher, muss aber dazu sagen das ich diese Brennweite nur selten im Einsatz habe, und deshalb noch nicht sicher sagen kann ob dies schon alles war da 12mm bei Vollformat schon gewaltig sind.

Alles in allem bestätigen sich die ganzen Berichte über die D800, dass sie eine verdammt gute Kamera ist.

Jürgen Wachtler

Kreative Blitzpraxis von Tilo Gockel

Das Buch ist im Galileo Verlag 2013 erschienen (ISBN: 978-8362-1849-8)

Tilo Gockel zeigt und beschreibt in den Buch die Kreative Blitztechnik, dass sehr umfangreich und mit vielen Beispielen geschrieben ist.

Der erste Eindruck nachdem ich dieses Buch gelesen habe, war einfach „wow“, und Tilo Gockel hat alle Themen mit der Blitztechnik beschrieben. Angefangen von der Ausstattung, bis hin zur Gestaltung und Ideen, die man mit einfachsten Mitteln umsetzen kann mit etwas handwerklichen Geschick. So sieht man wieder, dass für dieses Thema mit wenig Aufwand ganz schnell ein kleines Blitzstudio entsteht. Auch die Technik ist sehr gut beschrieben, so dass auch ein Anfänger sehr gut versteht was gemeint ist.

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt, wo in Teil I ein Crashkurs mit der Blitztechnik beschrieben wird, und im Teil II geht es an die Feinheiten von der Blitztechnik. Egal ob es Teil I oder II ist, dass Buch ist sehr spannend geschrieben, so dass man es nicht erwarten kann sein kleines Studio aufzubauen und die Ideen und Technik umzusetzen.

Für mich ist dieses Buch sehr empfehlenswert für jeden, ich möchte schon sagen ein muss, der sich mit der Blitztechnik auseinandersetzen möchte.

Jürgen Wachtler

 

Reisefotografie Antelope Canyon

Reisefotografie über den Antelope Canyon

Sollte von Euch jemand im Westen der USA eine Rundreise machen, dann sollte unbedingt ein Besuch in einer der beiden Antelope Canyon fest eingeplant sein, denn die Waves in den beiden Canyons und Pastellfarben haben etwas außergewöhnliches in der Fotografie und begeistern mit Sicherheit jeden Fotografen. Obwohl es schon zigtausend Fotos gibt von den Antelope Canyons ist dies ein Erlebnis für jeden Fotografen, da sich die Farben ständig ändern.

Antelope Canyons
Beide Canyons (Lower und Upper) haben ihre Schönheit das die Farben um die Mittagszeit richtig explodieren lässt. Allerdings ist der Upper Canyon maßlos überfühlt, und die Kosten für die Fototour von 85,–$ nicht gerechtfertigt bei über 1000 Besuchern pro Tag. Außerdem werden die Besucher durch die Führer durchgeschoben, so dass man keine Ruhe hat als Fotograf die geformten und mit Sonnenlicht beleuchteten Steinformationen zu Fotografieren.
Der Lower Canyon war für mich das Highlight, da es viel ruhiger zugeht als im Upper, und er ist vom Eintritt her günstiger mit 20,–$. Wenn man den Führer, ein Navajo Indianer noch ein paar Dollar als Trinkgeld gibt, hat man im Lower genügend Zeit in aller Ruhe zu fotografieren, und vor allem zeigen die Navajo Indianer die Stellen auf die es ankommt, mit Gesichtern und auch Abbildungen im Felsen wie z.B. das Monument Valley.
Der Lower ist zwar nicht einfach zugänglich da es durch zwei enge Felsspalten nach unten geht auf einer sehr steilen Treppe. Den Fotorucksack kann man im Auto lassen, da man damit eh keine Chance hat durch die engen Stellen durchzukommen, und diesen dann in der Hand tragen muss. Außerdem wird es unten mit einem Rucksack am Rücken sehr hinderlich durch die Enge. Keine Angst für die die nicht schwindelfrei sind, denn es sind nur 2-3 Meter bis zum Boden, und von da aus geht es zur nächsten Treppe. Ist man im Canyon drinnen kommt einen erst mal das „WOW“ über die Lippen, denn die Farben durch das Sonnenlicht lassen einen nur noch staunen wie die Felsformationen die über Jahrtausende von Jahren sich durch Wind und Wasser gebildet haben. Ab diesen Zeitpunkt bleibt einen nichts mehr anderes übrig und man nimmt ganz schnell die Kamera in die Hand und legt los, denn die Pastelltöne die man an den Felswänden sieht und dazu die Formen, lassen einen keine andere Wahl.

Fotoausrüstung für diese Tour
Am besten man nimmt ein lichtstarkes Objektiv und ein Stativ mit in den Canyon. Im Lower hat man aber durch die engen Gänge nur wenig Möglichkeiten das Stativ vernünftig aufzustellen. Ich hatte es dabei, aber zum Fotografieren nur viermal benötigt. Für mich diente das Stativ im Lower Canyon nur zur Unterstützung die Kamera zu transportieren. Und hier noch ein kleiner Geheimtipp;), nehmt Euch von außen einen trockenen Sand mit abgefüllt am besten in einer Plastiktüte (1kg ist völlig ausreichend). Wenn Euch der Navajo Indianer damit sieht, dann weiß er gleich worum es geht und er wird Euch den Gefallen machen die eine oder andere Handvoll Sand in den Sonnenstrahl zu werfen der von außen eindringt. Mit dem feinen trockenen Sand werden die Beams sichtbar gemacht, die in beiden Canyons vorhanden sind um die Mittagszeit. Einige sagen die Beams seien nur im Upper vorhanden und die im Lower nicht so schön. Der Navajo Indianer hat mich anders überzeugt, und er zeigt Euch mit Sicherheit noch einige andere Dinge mit dem trockenen Sand. Zur Kameraeinstellung muss man sehr flexibel sein. Mal hat man richtig gutes Licht von außen, geht mit ISO runter und wählt eine andere Blende, an einer anderen Stelle ist es wieder zu dunkel und mal muss wieder alles ändern.

Anfahrt
Die beiden Upper und Lower Canyons befinden sich Page/USA ca. 5km in südwestlicher Richtung am Highway 98. Als Orientierung kann man das Navajo Kraftwerk nehmen mit den drei großen Schornsteinen, die einem schon aus weiter Ferne ins Auge stechen. Andere Antelopes Canyons im Navajo Reservat Fährt man ein paar Kilometer weiter südlich auf dem Highway 98, kommen noch einmal ein paar Antelopes Canyon die sehr interessant sein sollen, aber durch die Gefahr von Schlangen die sich drinnen aufhalten muss man sich dies nicht antun, und es gibt keinen Führer. Überwiegend sind in der Ecke Klapperschlangen vertreten, die ja nicht ganz ungefährlich sind.

Gefahren
Da beide Canyons nur mit Führern zu betreten sind, sollte man dies auch einhalten. Es gibt bei starken Regenfällen Flash Floods, die einen Canyon in rasender Geschwindigkeit füllen und man hat keine Chance mehr rauszukommen. Eine Gruppe von 11 Personen kamen vor einigen Jahren durch eine Flash Flood um Leben. Beachtet bitte diesen Hinweis, und das Betreten von einem Canyon geschieht immer auf eigene Gefahr ohne Führer.

Umwelt
Man sollte die Umwelt respektieren wie die Navajo Indianer auch, die sehr großen Wert darauf legen. Respektiert das Land der Navajos wo auch die Antelope Canyons dazugehören. Auch wenn die Navajos um die Ecke ein konventionelles Kraftwerk betreiben das absolut nicht in die Landschaft passt, sollte man wie schon erwähnt ihr Reservat mit Respekt betreten, und die können richtig sauer werden wenn man es verschmutzt oder beschädigt.

Jürgen Wachtler

Tropfenfotografie

Es geht wieder los nach einer langen Pause mit meiner Tropfenfotografie, denn es macht in der Sommerzeit einfach keinen Spass sich in einen dunklen Raum aufzuhalten wenn draußen die Sonne lacht.
Die Anlage wurde in dieser Zeit umgebaut auf drei Ventile, und als neues Tropfenmedium hab ich mich entschieden mit Xanthan zu arbeiten, dass in warmen Wasser angerührt wird. Außerdem wurde die Behälter für das Medium vergrößert.