Reisefotografie Antelope Canyon

Reisefotografie über den Antelope Canyon

Sollte von Euch jemand im Westen der USA eine Rundreise machen, dann sollte unbedingt ein Besuch in einer der beiden Antelope Canyon fest eingeplant sein, denn die Waves in den beiden Canyons und Pastellfarben haben etwas außergewöhnliches in der Fotografie und begeistern mit Sicherheit jeden Fotografen. Obwohl es schon zigtausend Fotos gibt von den Antelope Canyons ist dies ein Erlebnis für jeden Fotografen, da sich die Farben ständig ändern.

Antelope Canyons
Beide Canyons (Lower und Upper) haben ihre Schönheit das die Farben um die Mittagszeit richtig explodieren lässt. Allerdings ist der Upper Canyon maßlos überfühlt, und die Kosten für die Fototour von 85,–$ nicht gerechtfertigt bei über 1000 Besuchern pro Tag. Außerdem werden die Besucher durch die Führer durchgeschoben, so dass man keine Ruhe hat als Fotograf die geformten und mit Sonnenlicht beleuchteten Steinformationen zu Fotografieren.
Der Lower Canyon war für mich das Highlight, da es viel ruhiger zugeht als im Upper, und er ist vom Eintritt her günstiger mit 20,–$. Wenn man den Führer, ein Navajo Indianer noch ein paar Dollar als Trinkgeld gibt, hat man im Lower genügend Zeit in aller Ruhe zu fotografieren, und vor allem zeigen die Navajo Indianer die Stellen auf die es ankommt, mit Gesichtern und auch Abbildungen im Felsen wie z.B. das Monument Valley.
Der Lower ist zwar nicht einfach zugänglich da es durch zwei enge Felsspalten nach unten geht auf einer sehr steilen Treppe. Den Fotorucksack kann man im Auto lassen, da man damit eh keine Chance hat durch die engen Stellen durchzukommen, und diesen dann in der Hand tragen muss. Außerdem wird es unten mit einem Rucksack am Rücken sehr hinderlich durch die Enge. Keine Angst für die die nicht schwindelfrei sind, denn es sind nur 2-3 Meter bis zum Boden, und von da aus geht es zur nächsten Treppe. Ist man im Canyon drinnen kommt einen erst mal das „WOW“ über die Lippen, denn die Farben durch das Sonnenlicht lassen einen nur noch staunen wie die Felsformationen die über Jahrtausende von Jahren sich durch Wind und Wasser gebildet haben. Ab diesen Zeitpunkt bleibt einen nichts mehr anderes übrig und man nimmt ganz schnell die Kamera in die Hand und legt los, denn die Pastelltöne die man an den Felswänden sieht und dazu die Formen, lassen einen keine andere Wahl.

Fotoausrüstung für diese Tour
Am besten man nimmt ein lichtstarkes Objektiv und ein Stativ mit in den Canyon. Im Lower hat man aber durch die engen Gänge nur wenig Möglichkeiten das Stativ vernünftig aufzustellen. Ich hatte es dabei, aber zum Fotografieren nur viermal benötigt. Für mich diente das Stativ im Lower Canyon nur zur Unterstützung die Kamera zu transportieren. Und hier noch ein kleiner Geheimtipp;), nehmt Euch von außen einen trockenen Sand mit abgefüllt am besten in einer Plastiktüte (1kg ist völlig ausreichend). Wenn Euch der Navajo Indianer damit sieht, dann weiß er gleich worum es geht und er wird Euch den Gefallen machen die eine oder andere Handvoll Sand in den Sonnenstrahl zu werfen der von außen eindringt. Mit dem feinen trockenen Sand werden die Beams sichtbar gemacht, die in beiden Canyons vorhanden sind um die Mittagszeit. Einige sagen die Beams seien nur im Upper vorhanden und die im Lower nicht so schön. Der Navajo Indianer hat mich anders überzeugt, und er zeigt Euch mit Sicherheit noch einige andere Dinge mit dem trockenen Sand. Zur Kameraeinstellung muss man sehr flexibel sein. Mal hat man richtig gutes Licht von außen, geht mit ISO runter und wählt eine andere Blende, an einer anderen Stelle ist es wieder zu dunkel und mal muss wieder alles ändern.

Anfahrt
Die beiden Upper und Lower Canyons befinden sich Page/USA ca. 5km in südwestlicher Richtung am Highway 98. Als Orientierung kann man das Navajo Kraftwerk nehmen mit den drei großen Schornsteinen, die einem schon aus weiter Ferne ins Auge stechen. Andere Antelopes Canyons im Navajo Reservat Fährt man ein paar Kilometer weiter südlich auf dem Highway 98, kommen noch einmal ein paar Antelopes Canyon die sehr interessant sein sollen, aber durch die Gefahr von Schlangen die sich drinnen aufhalten muss man sich dies nicht antun, und es gibt keinen Führer. Überwiegend sind in der Ecke Klapperschlangen vertreten, die ja nicht ganz ungefährlich sind.

Gefahren
Da beide Canyons nur mit Führern zu betreten sind, sollte man dies auch einhalten. Es gibt bei starken Regenfällen Flash Floods, die einen Canyon in rasender Geschwindigkeit füllen und man hat keine Chance mehr rauszukommen. Eine Gruppe von 11 Personen kamen vor einigen Jahren durch eine Flash Flood um Leben. Beachtet bitte diesen Hinweis, und das Betreten von einem Canyon geschieht immer auf eigene Gefahr ohne Führer.

Umwelt
Man sollte die Umwelt respektieren wie die Navajo Indianer auch, die sehr großen Wert darauf legen. Respektiert das Land der Navajos wo auch die Antelope Canyons dazugehören. Auch wenn die Navajos um die Ecke ein konventionelles Kraftwerk betreiben das absolut nicht in die Landschaft passt, sollte man wie schon erwähnt ihr Reservat mit Respekt betreten, und die können richtig sauer werden wenn man es verschmutzt oder beschädigt.

Jürgen Wachtler

2 Gedanken zu “Reisefotografie Antelope Canyon

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